Affiliate-Marketing, Vergütungsmodelle

Grundsätzlich unterscheiden wir drei Vergütungsmodelle im Affiliate-Marketing, es sind aber etliche andere Kombinationen möglich. Die Frage ist, ob diese für die breite Masse interessant ist. Wir stellen Ihnen die gängigsten kurz vor.

Pay per Sale

Der Pay-per-Sale ist eine Einmalzahlung an den Affiliate in Form eines Anteiles des vermittelten Umsatzes. Dieser wird in der Regel prozentual definiert. Dieses Vergütungsmodell ist  bei Online-Shops favorisiert! Der Provisionsanteil ist immer dem Warenkorb angepasst und der Gewinn des Affiliate steigt, wenn er höherpreisige Produkte für den Merchant vermarktet.

Pay per Lead

Beim Pay-per-Lead bezahlen Sie Ihre Partner für die Kontaktaufnahme. In der Regel wird dies für Newsletteranfragen, Kataloganforderungen, Neukundengewinnung oder Callbackanfragen genutzt, kann aber auch für einen Abverkauf genutzt werden. Anders als beim Pay-per-Sale würde der Partner nicht eine prozentuale Provision bekommen, die seine Verdienstspanne je nach beworbenem Produkt steigt oder relativiert, er bekommt eine immer gleichbleibende Vergütung, egal ob er zum Beispiel nur eine Zahnbürste oder ein Notebook verkauft. Dieses Provisionsmodell wird zum Beispiel im Abverkauf gerne in der Touristikbranche eingesetzt, ist aber kein „MUSS“! Für eine Kontaktaufnahme das ideale Provisionsmodell, denn es liegt an Ihnen, was Sie aus dem Kontakt machen, was Ihnen der Erstkontakt wert ist.

Pay per Click

Wird über die Werbung ein Klick ausgelöst, so entfällt entsprechend eine Provision an den Werbetreibenden. Eine IP-Sperre verhindert, dass Mehrfachklicks nicht gewertet werden. Es spielt bei diesem Provisionsmodell keine Rolle, was der Interessent anschließend auf Ihrer Internetseite anstellt, lediglich der vermittelte Besucher wird abgerechnet. Diese Art der Provision zielt darauf ab, so viele Besucher wie möglich zu bekommen und somit die Reichweite zu steigern. Aber Vorsicht, dieses Modell ist auch mit Risiko behaftet, da Sie die Qualität der Besucher nicht einschätzen können. Dieses Modell ist grundsätzlich nur empfehlenswert, wenn Sie wiederum Informationen zu einem Drittanbieter haben und somit selber als Vermittler fungieren. Entsprechend würden Sie keine Provision bezahlen, wenn der Besucher zu Ihnen auf die Webseite kommt, sondern erst, wenn er Ihre Webseite verlässt, den sogenannte Click-Out. Empfehlenswert für Vergleichsportale wie Preisvergleiche oder Versicherungsvergleiche. Diese etwas abgewandelte Form des reinen Pay-per-Click bezeichnet man auch als Pay-per-Aktive.
 

Sonstige Vergütungsmodelle

Weitere Vergütungsmodelle sind Pay-per-Link oder das Pay-per-View. Beim Pay-per-Link bezahlen Sie für den Einbau Ihres Links auf der Webseite des Werbetreibenden und beim Pay-per-View für die reine Einblendung Ihrer Werbung. Diese Formen sind aber kaum zu gebrauchen im klassischen Affiliate-Marketing. Während der Pay-per-Link gerne im Linkbuilding seine Anwendung findet, können Sie mit Google AdWords auf Pay-per-View-Ebene gezielter werben!

Sollten Sie mehrere Ziele mit Ihrer Webseite verfolgen, so sollten Sie möglichst für jeden Mehrwert Ihrerseits eine Provision anbieten, diese können auch unterschiedlich abgerechnet werden. Das ist ohne weiteres möglich und auch sinnvoll.